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Polizeiberichte

19.09.2022 · Polizeipräsidium Oberfranken

Kontrollstelle der Polizei auf der A9

Eine Bilanz zu Drogenverstößen, Verkehrsmissachtungen, aber auch der verspäteten Anreise einer brasilianischen Musikgruppe

A9/SOPHIENBERG-WEST, LKR. BAYREUTH. Oberfränkische Polizistinnen und Polizisten bildeten sich vergangenen Freitag zur Thematik „Drogen im Straßenverkehr“ fort und stießen bei Kontrollen auf dem Parkplatz Sophienberg-West auf eine Vielzahl an Betäubungsmitteln, verbotene Waffen und Substanzen aus dem Dopingbereich, deckten aber auch Verkehrsverstöße auf.

In regelmäßigen Abständen erweitern oberfränkische Ordnungshüter ihr Fachwissen, insbesondere für Tätigkeiten des Streifendienstes. Unter dem Schwerpunkt „Drogen im Straßenverkehr“ fand deswegen am Freitag ein zweigeteiltes Seminar in Bayreuth statt. Zunächst erhielten die Teilnehmenden auf dem Gelände des Polizeipräsidiums einen umfassenden Theorieteil von bereits besonders geschulten Kolleginnen und Kollegen, die als Multiplikatoren ihr jahrelang erworbenes Fachwissen an die meist jüngeren Beamten weitergaben. Schwerpunkt war das Erkennen von drogentypischen Ausfallerscheinungen bei Verkehrsteilnehmenden, die Suche nach immer gewiefteren Verstecken der Schmuggler sowie die Sachbearbeitung nach einem Drogenaufgriff. Ebenso bedeutsam: Das Arbeiten mit neuen technischen Möglichkeiten, etwa Drogenschnelltests oder Auswertetools.

Am Nachmittag verlagerte sich das Seminargeschehen auf die Autobahn. Auf dem Parkplatz Sophienberg-West wurde eine umfangreiche Kontrollstelle errichtet. Fängerfahrzeuge führten dabei einzelne Kfz aus dem fließenden Verkehr auf das Parkplatzgelände.

Warum derartige Aktionen nicht nur für die Verkehrssicherheit von äußerst hoher Bedeutung sind, zeigt die Bilanz:

In lediglich drei Stunden kontrollierten die Ordnungshüter rund 30 Fahrzeuge. Vom 9-Sitzer bis zum Kleinbus, von inländischen Zulassungen bis zu Mietfahrzeugen aus dem Ausland - aufgrund der gründlichen Blicke der Beamten blieben keine Verstöße unentdeckt. In 20 Fällen folgen entweder Bußgeldbescheide oder Strafanzeigen.

So sammelte sich schnell die Liste mit Straftaten aus dem Bereich des Betäubungsmittelgesetzes. Am Ende waren es acht Anzeigen wegen des Besitzes unerlaubter Rauschmittel. Sieben Mal hatten dabei die Verkehrsteilnehmenden Cannabisprodukte bei sich, in einem Fall war es eine kleinere Menge der gefährlichen Droge Crystal. Unter den Begriff gefährlicher Substanzen dürfte auch das Dopingmittel fallen, welches ein Mann in seinem Wagen transportierte. In Deutschland erlaubte Grenzwerte waren in seinem Fall um ein Vielfaches überschritten, weshalb die Substanzen sichergestellt wurden und gegen den Reisenden ein Strafverfahren eingeleitet wurde.

Ebenfalls verboten: der Elektroschocker, den ein Herr in seinem Fahrzeug transportierte. Von diesem musste er sich trennen. Dafür erhielt er aber ein Sicherstellungsprotokoll und die Möglichkeit sich zum Tatvorwurf zu äußern.

Während des Kontrollbetriebs deckten die Kräfte den illegalen Aufenthalt eines serbischen Staatsbürgers auf, bemerken den fehlenden Versicherungsschutz eines Kfz und entstempelten das Kennzeichen des Fahrzeugs, blieben aber in einigen Fällen auch ohne Beanstandungen und wünschten den Verkehrsteilnehmenden eine gute Weiterfahrt.

Die Kontrolle eines Kleinbusses mit italienischer Zulassung dürfte den Polizistinnen und Polizisten jedoch in Erinnerung bleiben. Der ebenfalls italienische Fahrer sah alles andere als verkehrstüchtig aus, dies bestätigte auch ein Drogentest, der im Feld „THC“ ein positives Ergebnis anzeigte. Es folgte eine Blutentnahme. Die 500 Euro Bußgeld dürften hier ebenfalls empfindlich geschmerzt haben. Die sich aufzeigende Misere war jedoch, wie die fünfköpfige Musikgruppe aus Brasilien, die sich hinten im Kleinbus befand, weiterreisen kann. Für sie stand noch am selben Abend ein Auftritt auf dem Programm. Das Problem: Keiner der Südamerikaner hatte eine Fahrerlaubnis, mit der er den Kleinbus auf deutschen Straßen hätte bewegen dürfen. Zudem offenbarte ein Blick in die geröteten Augen der Bandmitglieder, dass sich die rechtliche Frage nach dem Führerschein ohnehin erledigt hatte, da sie alle den äußeren Eindruck des Fahrers teilten und ebenfalls nicht fahrtüchtig waren. Der Kleinbus stand somit, bis ein geeigneter Fahrer zugeführt werden konnte. Ob sie es zum abendlichen Auftritt geschafft haben, bleibt nur zu hoffen.

Das Verkehrssachgebiet des Polizeipräsidiums, die Multiplikatoren der jeweiligen polizeilichen Fachbereiche der Verkehrs- und Kriminalpolizei sowie die neu beschulten Kolleginnen und Kollegen ziehen ein positives Fazit zum Seminar und dem dazugehörigen Kontrollstellenbetriebs. Es zeigt wieder einmal eindringlich, wie wichtig es ist, in dem oberfränkischen Transitbereich mit den dazugehörigen Autobahnen und Grenzübergängen, einen Blick in die Fahrzeuge zu werfen: Gründlich, ganzheitlich, mit Expertise, neuester Technik und Kontrollgeschick.
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Meldungen der PI Naila

Gegenverkehr gerammt und weitergefahren

Geroldsgrün. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer schnitt Donnerstagabend gegen 17:30 Uhr im Serpentinenbereich der Kreisstraße zwischen Steinbach und Geroldsgrün die Kurve und fuhr einem entgegenkommenden Linienbus vorne links gegen den Unterfahrschutz. Dabei entstand ein Sachschaden von ca. 3.000,-- Euro. Ohne sich um die Angelegenheit zu kümmern fuhr der Unbekannte weiter. Die Polizeiinspektion Naila hat die Ermittlungen aufgenommen nun und bittet um sachdienliche Hinweise unter der Telefonnummer 09282/97904-0.

Meldungen der PI Münchberg

Pkw angefahren

Münchberg – Am Montag zwischen 15.15 Uhr und 16.00 Uhr wurde durch einen bisher unbekannten Fahrzeugführer ein geparkter Seat Ibiza angefahren. Dabei wurde die Fahrertür des Seat eingedrückt und zerkratzt. Der Seat war in der fraglichen Zeit zum einen in der Stammbacher Straße, am Parkplatz des Expert und zum anderen in der Theodor-Heuss-Straße am Parkplatz des dortigen Hagebaumarktes geparkt. Die Fahrerin des Seat stellte die Beschädigung erst zu Hause fest, als sie ihren Pkw abstellte. Am Seat entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1000 Euro. Der unbekannte Fahrzeugführer entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Wer hat den Unfall beobachtet? Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Münchberg.

Über 50 Vandalismusschäden in den vergangenen sechs Monaten auf Bahnanlagen in Mainleus und Kulmbach

Bundespolizeiinspektion Selb bittet um Zeugenhinweise


Selb, 16. Dezember 2021


Kulmbach / Mainleus – Unbekannte Täter haben in den vergangenen sechs Monaten im Bereich der Bahnanlagen in Kulmbach und Mainleus über 50 Vandalismusschäden verursacht.

Bei den zahlreichen Farbschmierereien und Sachbeschädigungen handelt es sich um Straftaten, bei diesen inzwischen eine Schadenshöhe von mehreren Tausend Euro entstanden ist.


Die zuständige Selber Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigungen aufgenommen.

Zeugenhinweise werden von der Bundespolizeiinspektion Selb unter der Telefonnummer: 09287 / 9651 -0 erbeten.

Meldungen der PI Naila

Mülleimer beschädigt

Naila. Ein bisher unbekannter Verkehrsteilnehmer stieß am Dienstagmorgen mit seinem Fahrzeug am Zentralparkplatz gegen einen Mülleimer. Dabei wurde der Mülleimer beschädigt und der Pfosten verbogen. Es entstand ein Schaden von ca. 200,-- Euro. Der Unfallverursacher fuhr anschließend davon, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. An der Unfallstelle konnten Fahrzeugteile und Lackspuren von einem weißen Fahrzeug aufgefunden werden. Wer hat den Unfall in der Zeit zwischen 08:00 Uhr und 09:30 Uhr beobachtet? Die Polizeiinspektion Naila bittet unter der Telefonnummer 09282-97904-0 um Hinweise.
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